Selbstliebe in deiner Ernährung – warum es nicht um Perfektion geht, sondern um Fürsorge
- florence367
- 15. Mai 2025
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 22 Stunden

Wenn wir an Ernährung denken, denken viele sofort an Regeln.
An „gut“ und „schlecht“.An Disziplin, Kontrolle oder Optimierung.
Doch was wäre, wenn Ernährung nicht der Ort wäre, an dem wir ständig an uns arbeiten müssen…
sondern ein Ort, an dem wir lernen dürfen, liebevoller mit uns zu sein?
Denn Selbstliebe zeigt sich nicht nur in großen Worten.
Sie zeigt sich oft in ganz kleinen Momenten.
Zum Beispiel auf unserem Teller.
Ernährung ist Beziehung – nicht nur Versorgung
Essen ist nicht nur Energie.
Essen ist auch:
ein Ausdruck von Fürsorge
ein Moment von Pause
eine Möglichkeit, dich zu spüren
ein Umgang mit Emotionen
ein Spiegel deines inneren Dialogs
Die Frage ist nicht nur:
„Was esse ich?“
Sondern auch:
„Wie gehe ich dabei mit mir um?“
Selbstliebe bedeutet nicht immer Salat
Oft wird Selbstliebe in der Ernährung falsch verstanden.
Viele denken:
„Wenn ich mich wirklich lieben würde, würde ich perfekt essen.“
Doch Selbstliebe hat nichts mit Perfektion zu tun.
Selbstliebe bedeutet nicht, immer „clean“ zu essen.Nicht, nie Schokolade zu wollen.Nicht, alles richtig zu machen.
Selbstliebe bedeutet:
dich nicht zu bestrafen, wenn du Mensch bist.
Weg von Schuld – hin zu Verständnis
Viele Menschen essen nicht nur aus Hunger.
Sondern aus:
Stress
Überforderung
Einsamkeit
Erschöpfung
innerer Leere
Und oft folgt danach sofort das schlechte Gewissen:
„Warum habe ich das schon wieder gemacht?“
Doch Selbstliebe beginnt genau hier:
Nicht mit Vorwürfen.
Sondern mit der Frage:
„Was habe ich gerade gebraucht?“
Denn emotionales Essen ist häufig kein Versagen.
Es ist ein Versuch, sich zu regulieren.
Selbstliebe heißt: Du darfst Bedürfnisse haben
Eine selbstliebende Ernährung beginnt nicht bei Kalorien.
Sie beginnt bei Bedürfnissen.
Zum Beispiel:
Habe ich wirklich Hunger?
Bin ich müde?
Brauche ich Ruhe?
Brauche ich Verbindung?
Brauche ich gerade Trost?
Selbstliebe heißt, ehrlich hinzuschauen, statt dich zu verurteilen.
Ernährung als Fürsorge statt Kontrolle
Stell dir vor, du würdest deinen Körper nicht wie ein Projekt behandeln…
sondern wie jemanden, um den du dich kümmern darfst.
Dann wird Ernährung zu etwas anderem:
nicht „Ich muss“sondern „Ich darf“
nicht „Ich sollte“sondern „Was tut mir gut?“
nicht „Ich habe versagt“sondern „Ich lerne“
Eine liebevolle Ernährung fragt nicht nach Strenge.
Sie fragt nach Unterstützung.
Selbstliebe ist auch: Grenzen statt Verbote
Viele Menschen glauben, Selbstliebe bedeutet, sich alles zu erlauben.
Andere glauben, Selbstliebe bedeutet, sich alles zu verbieten.
Die Wahrheit liegt dazwischen.
Selbstliebe bedeutet:
dich ernst zu nehmen
dich nicht zu überfordern
Grenzen zu setzen, ohne hart zu sein
Genuss zuzulassen, ohne dich zu verlieren
Nicht alles ist immer gut für dich.
Aber du musst dich dafür nicht bekämpfen.
Kleine Schritte zu mehr Selbstliebe beim Essen
Hier ein paar sanfte Impulse, die du ausprobieren kannst:
1. Iss ohne Druck
Nicht perfekt. Nur präsent.
2. Frag dich: Was brauche ich gerade wirklich?
Manchmal ist es Essen.Manchmal ist es Ruhe.
3. Erlaub dir Genuss ohne Schuld
Genuss ist kein Fehler.
4. Sprich innerlich freundlicher mit dir
Du würdest nicht so mit einem Kind sprechen.
Warum mit dir?
5. Denk langfristig, nicht in „Heute war gut/schlecht“
Ernährung ist kein Test.Sie ist ein Weg.
Selbstliebe beginnt nicht im Spiegel – sondern im Alltag
Selbstliebe in der Ernährung bedeutet nicht, alles richtig zu machen.
Sondern dich nicht mehr falsch zu machen.
Es bedeutet, Essen nicht länger als Kampf zu erleben…
sondern als Einladung:
zur Verbindung, zur Fürsorge und zu einem freundlicheren Umgang mit dir selbst.
Denn du verdienst Ernährung, die dich stärkt.
Nicht Ernährung, die dich stresst.



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